Erich Enge "Er rührte an den Schlaf der Welt oder Lenins Worte werden wahr" 1971
1970, zum 100. Geburtstag Lenins, waren Künstler in der gesamten DDR aufgerufen worden, Kunstwerke zu schaffen. So auch in Halle-Neustadt. Erich Enge erhielt 1970 den Auftrag für eine Monumentalmalerei. Enge porträtiert Lenin in der Mitte des Bildes, links und rechts davon sind Szenen mit lernenden jungen Menschen arrangiert, unterhalb des Porträts reihen sich drei Fäuste, die jeweils Ähren, rote Fahnen und Strommasten halten. Sie symbolisieren drei wesentliche Reformen Lenins nach der Oktoberrevolution: die Beseitigung des Analphabetentums, die Bodenreform sowie die Elektrifizierung des Landes. Erich Enge, der an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein bei Willi Sitte und Kurt Bunge studierte, hatte in langen Verhandlungen mit dem Auftraggeber inhaltliche und stilistische Änderungen am Wandbild vornehmen müssen, bis es 1971 schließlich eingeweiht wurde.
Schieloerstr. 1, 06124, Halle (Saale)
























