Klaus Sängerlaub "Märchen aus den Baltischen Staaten" 1989
Fünf Märchen aus den Baltischen Staaten sind in diesem Palisadengang auf Keramiktafeln dargestellt. Eines davon ist das alte litauische Volksmärchen »Eglė, Königin der Nattern«. Eglė (»Tanne«) verspricht – durch eine List getäuscht – dem König der Nattern, dessen Frau zu werden. Da sich ihre Eltern weigern, die jüngste Tochter herzugeben, verschleppen die Nattern Eglė in den Palast des Natternkönigs Žilvinas (»Weidenbaum«) auf dem Meeresgrund. Dort verwandelte sich der verzauberte Natternkönig in einen Jüngling und sie wurde glücklich mit ihm und hatte vier Kinder. Als sie eines Tages mit ihren Kindern die Eltern an Land besucht, bringen Eglės Brüder den Natternkönig um. Aus Trauer verwandelt sie ihre Kinder mit Namen Eiche, Birke, Esche und Espe in diese Bäume, sich selbst aber in eine für immer trauernde Weide.
Die dargestellten Märchen sind (von links nach rechts): "Tanne Königin der Nattern", "Der Starke Bauernbursche", "Der Mahlstrom", "Baumar + Baste", und "Der Dümmling".
Der Künstler Klaus Sängerlaub hatte von 1961 bis 1966 Malerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle studiert und schuf die Reliefs 1989. Bei der Restaurierung im Jahr 2024 wurden fehlende Teile am Relief „Der Starke Bauernbursche“ ergänzt. Marie-Luise Meyer, Absolventin der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, schuf die Ergänzungen.
Am Meeresbrunnen, 06122, Halle (Saale)

























