Das Stadtmuseum Halle widmet sich einem der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte: der Person Reinhard Heydrich, 1904 in Halle geboren, zentrale Figur des nationalsozialistischen Terror- und Vernichtungsapparats.
Die Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ fragt nach Verlauf und Bedingungen des Aufstiegs von Reinhard Heydrich und wirft Schlaglichter auf seine Rolle in zentralen Verbrechenskomplexen des NS-Regimes.
Die ergänzende Werkstattausstellung „Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“ des Stadtmuseums Halle zeigt, wie Ausgrenzung, Radikalisierung und nationalsozialistische Gewalt das Leben in Halle unmittelbar prägten.
Neben Heydrich und anderen Täterbiografien stehen die Geschichten derer, die verfolgt wurden, und derjenigen, die Widerstand leisteten. Originaldokumente, persönliche Aufzeichnungen, Alltagsgegenstände und Fotografien veranschaulichen, wie Menschen in Halle den Nationalsozialismus erlebten und welche Entscheidungen sie trafen. Zahlreiche Exponate sind erstmals zu sehen, etwa das Tagebuch und das Fotoalbum eines tschechischen Zwangsarbeiters, der in einem Friseursalon in Halle arbeitete.
Besonders junge Menschen sind eingeladen, mit einem Forschungsheft selbst aktiv zu werden, historischen Spuren zu folgen und zu forschen.
Stadtmuseum Halle
Große Märkerstraße 10
06108 Halle (Saale)




























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